tl_files/jkProjekte/curtain call/z_PB_curtain call.jpgkP_1410_00, 2014
Transmedia-Echtzeitinstallation für Rune Mields

1 Computer, 1 Beamer, 3 Lautsprecher, 2 Leinwände
127 x 172 cm

im Rahmen der Ausstellung 'NEXUS II' - Zeitgenossen im Dialog mit der Sammlung des Mittelrhein Museums Koblenz
5. Oktober 2014 - 11. Januar 2015
Kuratorin: Barbara Kemmer

Die Abbildungen zeigen:
• Lituus-Spirale
• Raumansicht (Foto: Isabel Heinz)
• Detailansichten
• stills der Projektion am 9. Oktober 2014 im Abstand von 10 Sekunden

 

Ausstellungsinformation:

kP_1410_00
tritt in Dialog mit “Primzahlen, 1976“ von Rune Mields (auf der Raumansicht links), reflektiert und interpretiert die Grundsätze der Konkreten Kunst mit den Mitteln des 21. Jh..
Durch die Kombination einfacher Regeln entwickelt kP_1410_00 komplexe Strukturen, die eine eigene Poesie ausstrahlen, Ratio und Emotion in unterschiedlichsten Gewichtungen ansprechen und an die menschliche Prädisposition zur  Mustererkennung appellierend, den Betrachter aktiv am Geschehen beteiligen.
Die Grundlage von kP_1410_00 bildet die Lituus-Spirale, die sich als doppeltes Bild für Unendlichkeit interpretieren lässt. Sie erzeugt Gestalt und Prozess.kp_1410_00 besteht aus einer Sammlung charakteristischer Abschnitte aus der unendlichen Spiralbahn: aus Spiralwegen, die innerhalb ihrer definierten Parameter ihre je eigene, konkrete Gestalt ausbilden. Bis zu sieben Spiralwege sind gleichzeitig sichtbar. Verbindungen von einem Wegabschnitt zum nächsten werden durch gerade Linien (Sprünge) markiert.
Begrenzt wird der Weg der Spirale durch das Projektionsfeld: Die Außenkanten reflektieren auftretende Spiralpunkte. Durch diese Brechungen kann die Unendlichkeit der Spirale in der konkreten Wirklichkeit abgebildet werden. Hierbei entstehen neue, räumliche Spiral-Notationen, ohne dass die innere Logik der Spiralcharakteristiken verloren geht.
In der sich durch die Verwendung von zwei Leinwänden ergebenden Lücke ist die Projektion nicht sichtbar: ein stetes memento für den Versuch, mit endlichen Mitteln Endloses darzustellen.
In Erweiterung zu Rune Mields‘ “Primzahlen“ verfügt kP_1410_00 über eine zeitliche und damit verbunden, klangliche Dimension: Die Bilder sind in stetem Fluss, entstehen, entwickeln sich, brechen ab, fließen weiter, verlöschen und beginnen neu. Jeder Linie auf der Projektionsfläche ist ein eigener, durch die jeweilige Position definierter Klang zugeordnet.
Bild und Klang werden synchron von einem Computer auf der Grundlage eines eigens entwickelten Programms errechnet und wiedergegeben. Sie entstehen im Augenblick des Betrachtens ohne sich jemals in ihrer konkreten Gestalt zu wiederholen.

>> 15-minütiger Ausschnitt aus der 18. Iteration
>> zur HD-Version auf Vimeo

 

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